Der Adventskalender 2025 für Führungskräfte
24 Tipps für deinen erfolgreichen Start in die erste Führungsrolle
⭐️ 10. Dezember ⭐️
Heute: Professionell Delegieren, Teil 2/4
Gestern haben wir gesehen, dass du eigentlich alles delegieren kannst (und potenziell solltest), was nicht unmittelbar mit deiner Rolle als Führungskraft zusammenhängt.
Heute möchte ich mit dir mal einen Blick darauf werfen, welchen Nutzen du, deine Mitarbeiter und dein Chef davon haben, wenn du tatsächlich konsequent delegierst.
Nutzen Nr. 1: Delegation verschafft dir Zeit und Luft
… für genau die Themen, für die du eigentlich bezahlt wirst: Prioritäten setzen, Entscheidungen treffen, Mitarbeitende entwickeln, Schnittstellen klären, strategisches Denken und Handeln.
Achtung: Das heißt im Umkehrschluss: Wenn du stattdessen vor allem operative Aufgaben erledigst, wirst du nicht nur deiner Führungsrolle nicht gerecht, sondern agierst als viel zu teuer bezahlte Fachkraft!
Nutzen Nr. 2: Du entwickelst deine Mitarbeiter
Fast alle Menschen wollen sich weiterentwickeln und zeigen, was in ihnen steckt. Wenn du gezielt und sinnvoll delegierst, schaffst du Lern- und Entwicklungsräume und kommst diesem Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit entgegen. Je nach Stärke, Neigung und Entwicklungswunsch kann ein Kollege zum Beispiel die Vorbereitung bestimmter Meetings übernehmen, eine Mitarbeiterin erste eigene Gespräche mit Kunden führen oder ein neues digitales Tool auf Alltagstauglichkeit testen. Dadurch gibst du deinen Mitarbeitern die Gelegenheit zu zeigen, was sie können, stärkst ihr Selbstvertrauen und sendest die klare Botschaft: „Ich traue dir das zu, deine Arbeit ist wichtig.“
Nutzen Nr. 3: Du stärkst dein Team
Wenn du bewusst delegierst und strategisch vorgehst, entwickelst du systematisch und personenübergreifend die erforderlichen Kompetenzen in deinem Team. Damit reduzierst du Überlastung an einzelnen Stellen und vermeidest gleichzeitig, dass andere unterfordert bleiben. Dein Team wird insgesamt stabiler und leistungsfähiger, auch wenn einzelne Teammitglieder einmal längere Zeit in Urlaub sind, krank werden oder sich beruflich verändern.
Nutzen Nr. 4: Du entlastest deinen Chef
Wenn du strategisch denkst und handelst und entsprechend klug delegierst, hast du stets die Lage im Blick, kannst deinen Chef optimal unterstützen und ihn bei seinen Aufgaben entlasten. So schaffst du den größtmöglichen Nutzen für deine Organisation, entwickelst dich weiter und stärkst gleichzeitig dein Standing – besser geht’s nicht 😀
Kurze Frage an dich: Wenn du konsequent 10-20 Prozent deiner aktuellen Aufgaben delegieren würdest – was würde sich für dich, für dein Team und für deinen Chef ganz konkret zum Positiven verändern?
Das klingt natürlich alles recht einfach, ist in der Praxis erfahrungsgemäß allerdings nicht immer ganz leicht. Deshalb sehen wir uns morgen einmal an, welche typischen Fehler beim Delegieren in der Praxis auf dich lauern und wie du sie am besten vermeidest.
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