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24 Tipps für deinen erfolgreichen Start in die erste Führungsrolle

⭐️ 11. Dezember ⭐️

Heute: Professionell Delegieren, Teil 3/4

Gestern haben wir gesehen, warum sich Delegieren für dich, dein Team, deinen Chef und deine Organisation lohnt. Heute möchte ich dir ein paar klassische Fehler beim Delegieren zeigen, die du besser vermeiden solltest:

 

Fehler Nr. 1: Unklare Aufträge

Typische Sätze sind: „Mach das mal schnell fertig“ oder „Kannst du die Folien mal kurz basteln?“. Dir ist natürlich klar, wie das dann aussehen soll, wer die Zielgruppe ist, welche Zahlen wichtig sind, wie das Layout aussehen sollte – deinem Mitarbeiter aber nicht! Der hört meistens nur, dass er irgendetwas tun soll und macht dann halt, so gut er kann. Kein Wunder, wenn das Ergebnis dann für dich nicht passt. Dabei war dein Auftrag einfach viel zu vage…

 

Fehler Nr. 2: Mismatch Aufgabe – Person

Oft landet die falsche Aufgabe bei der falschen Person. Aus Gewohnheit oder weil jemand gerade zufällig Luft hat. Beispiel: Du delegierst eine komplexe Analyse an jemanden, der sich damit (noch zu) unsicher fühlt, oder du vergibst eine Routinetätigkeit an jemanden, der sich weiterentwickeln will. Das Resultat: Überforderung hier, Unterforderung dort, die Motivation sinkt in beiden Fällen, und du wunderst dich, warum die Qualität nicht stimmt 🤣

 

Fehler Nr. 3: Keine Priorität, keine Deadline

Du sagst: „Kannst du dich darum kümmern?“, dein Gegenüber nickt – und legt die Aufgabe auf den ohnehin vollen Stapel. Für dich ist es aber ziemlich dringend, nur: Das hast du nicht gesagt! Später stellst du fest, dass noch nichts passiert ist, und bist enttäuscht. Merke: Wenn die Priorität und das „Bis wann?“ nicht klar sind, gehen delegierte Aufgaben im Alltag sehr schnell unter.

 

Fehler Nr. 4: Mikromanagement statt Vertrauen

Offiziell delegierst du eine Aufgabe, kontrollierst aber nicht nur das Ergebnis, sondern „zur Sicherheit“ jeden einzelnen Schritt. Du fragst ständig nach dem Stand der Dinge, korrigierst Kleinigkeiten oder nimmst die Aufgabe am Ende doch wieder zu dir, weil es dann schneller geht. Für deine Mitarbeitenden fühlt sich das an wie: „Ich bekomme Verantwortung, aber kein Vertrauen.“ Langfristig lernen sie: Am Ende macht der Chef es sowieso selbst.

 

Fehler Nr. 5: Rückdelegation zulassen

Dein Mitarbeiter signalisiert: „Ich schaffe das nicht“, „Das ist zu viel“ oder „Ich weiß gar nicht, wie ich das anpacken soll“. Aus Hilfsbereitschaft nimmst du die Aufgabe zurück oder löst das Problem selbst. Damit sendest du die Botschaft: „Wenn es schwierig wird, bring es zurück zum Chef.“ Damit hebelst du dich und deinen eigenen Delegationsauftrag aus.

 

Fehler Nr. 6: Keine Nachbesprechung

Die Aufgabe ist erledigt, ihr hakt sie ab, und weiter geht’s im Tagesgeschäft, vielleicht mit einem kurzen Dankeschön, aber ohne qualifiziertes Feedback, ohne Rückmeldung, was gut gelaufen ist und weshalb und was beim nächsten Mal anders laufen sollte. Auf diese Weise verschenkst du super Lernchancen für dich und deine Mitarbeitenden.

 

Ich vermute, das ein oder andere ist dir selbst schon mal begegnet? Die gute Nachricht: Viele Fehler lassen sich zum Glück sehr leicht vermeiden. Wie du methodisch sauber und zum Nutzen aller Aufgaben delegieren kannst, das sehen wir uns morgen an. Dann zeige ich dir einen einfachen 7-Schritte-Plan, mit dem du deine Aufgaben strukturiert und sehr entspannt vergeben kannst.

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